Skip to content

Brandbrief einer besorgten Mutti

18/09/25

Liebe Eltern,

aus aktuellem Anlass möchten wir Ihnen einen Brief einer Mutti zur Kenntnis geben, der insbesondere die morgentliche Schulwegsituation der Kinder beleuchtet und mehr denn je deutlich macht, dass wir alle jeden Tag ein besonderes Auge auf das Thema werfen sollten, wenn wir wollen, dass unsere Kinder sicher in die Schule kommen.

In diesem Zusammenhang bitten wir nochmals alle Eltern darum, sich im persönlichen Umfeld umzuhören, ob sich vieleicht ein familäres Mitglied oder Bekannte finden lassen, die sich als Verkehrshelfer bzw. Schülerlotse für die Sicherheit am Morgen nützlich machen möchten um einen sicheren Gang über die Straße zu gewährleisten.

Lesen Sie dazu mehr in einem extra hierfür bereitgestellten Beitrag.

Sehr geehrter Herr Antes,
ich begrüße die Idee von Dresden Fernsehern, des MDR und Ihnen eine Dokumentation über den «Toten Winkel» vor der Grundschule Kreischa zu drehen, sehr.
Ebenso wichtig finde ich es, dass mal auf die chaotische Verkehrssituation vor der Grundschule allgemein hingewiesen wird.
Ich bringe meinen Sohn Lukas (aus der 1b) fast täglich zu Fuß zur Schule, wir laufen über den Kirchweg (aus Richtung Dekra kommend) bis zum Zwergenparadies, von dort aus geht Lukas allein zum Fußgängerüberweg und ins Schulgebäude.
Gern würde ich Lukas auch ganz allein schicken, aber noch ist mir bei dieser Sache nicht ganz wohl.
Wenn Lukas aller zwei Wochen mittwochs eine Stunde später hat, geht er bereits allein zur Schule, da ist die Verkehrslage entspannt, aber zur ersten Stunde finde ich es noch nicht angemessen.
Viele Eltern fahren so rücksichtslos und haben nur den einen Gedanken, ihr Kind möglichst schnell in der Schule abzugeben, und dann ab auf Arbeit.
Der Zeitplan der Eltern scheint sehr knapp bemessen, obwohl ich mir vorstellen kann, dass viele mit ihren Vorgesetzten sicherlich eine Gleitzeitvereinbarung ausmachen könnten. Anzuhalten, um einen Erstklässler in Höhe der Querstraße über die Straße zulassen, ist zeitmäßig nicht drin. Und auf dem Rückweg, „düsen“ die Eltern umso schneller weiter.
Widersprüchlich dazu ist, dass das Auto trotz Zeitmangels abgestellt wird und das Kind, auch sechs Wochen nach der Schuleinführung noch bis ins Klassenzimmer gebracht werden muss.
Ich verstehe ja, dass durch die Sperrung des Kirchwegs eine besondere Situation entstanden ist, aber niemand ist auf die Idee gekommen, sein Kind an der Haltestelle am Mühlgraben abzusetzen und es die letzten Meter allein gehen zu lassen.
Und besonders sauer stößt es mir auf, wenn ich sehe, dass Eltern auch noch die Feuerwehrzufahrt hinauffahren um ihr Kind auf dem Schulhof abzusetzen. Genau dort laufen ja nun wirklich alle Schüler lang, dies sollte ein geschützter Bereich bleiben.
Es ist mir auch völlig unverständlich, warum manche Eltern keine Fahrgemeinschaften bilden, wenn die Kinder aus denselben Ortsteilen kommen und sogar noch in dieselbe Klasse gehen.
Ich habe auf diese Situation schon auf dem Elternabend hingewiesen, kam mir aber so vor, als ob ich die Einzige bin, die das stört. Am liebsten würde ich manchen Eltern morgens hinterher rufen „Es könnte auch dein Kind sein.“, wenn Lukas geduldig zehn Autos vorbeifahren lässt und erst das elfte Auto anhält, damit er sicher die Straße überqueren kann.

Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Oehme

Kontakt

Grundschule Kreischa
Kirchweg 1a-1c
01731 Kreischa
Tel. (035206) 21970
Fax (035206) 30453
E-Mail schreiben